Anlässlich der geplanten Neugestaltung der polnischen Kindergräber auf dem Reckenfelder Friedhof am Jägerweg möchte der ReBüVe eine alte Reckenfelder Christus-Statue restaurieren und wieder aufstellen lassen.

Durchgeführt wird dies durch die Zentralrendantur Emsdetten, die auch die Gräber in Greven an der Saerbecker Straße in einem ansehnlichen und schönen Umfeld hergerichtet haben.

Die Christusstatue hat eine bewegte Geschichte.

Zum ersten Mal wurde diese auf einem Foto aus der Notkirche der Optanten aus dem Jahre 1926 dokumentiert. Die Statue ist mit einem Herz auf der Brust und mit Ornamenten versehen, die nicht typisch fürs Münsterland sind. Es könnte sich somit um ein Werk eines der ersten Optanten aus den Ostgebieten handeln.

Während der Polenzeit wurde die Statue von den polnischen Bürgern in einem Monument in der Ortsmitte aufgestellt. Dies war für die Polen in Reckenfeld sicherlich von großer Bedeutung. Hierzu gibt es ein Foto und auch eine Erwähnung in der Zeitung von 1949. Nach dem Auflösen des Lagers wurde das Monument von Bernhard Otte abgebaut. Auch zu dem Transport mit dem Pferdewagen gibt es ein Foto.

Die Bruchstücke und die Statue wurden in der Nähe des Hauses Marienfried abgeladen. Von dort aus wurde die Statue von Hr. Krupa und Pastor Müller geborgen und in einem Frühbeet bei den Nonnen vergraben. Trotz der späteren Suche nach der Statue mit Sonden wurde diese erst später bei Abrissarbeiten des alten Gebäudes vor etwa 10 Jahren wiederentdeckt. Nun soll sie einen würdigen Platz bei den Kindergräbern in Reckenfeld finden.


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