Auf Initiative von Reckenfelder Bürgern, des Heimatverein Greven e.V. und einer Projektgruppe wurde eine Radroute mit 8,7 Kilometer Streckenlänge zu den historischen Orten des ehemaligen Munitionsdepots ausgearbeitet. An insgesamt 13 Stationen wird die Geschichte Reckenfelds hierdurch erlebbar gemacht.

Die Initiatoren wollen damit das Wissen um die einzigartige  Entstehungsgeschichte des Ortes Reckenfeld bewahren und weitertragen.

An 13 Haltepunkten erfahren Sie wie die ersten Siedler ab 1919 heimisch wurden und wie sie den teilweise widrigen Umständen trotzten, um etwas zu schaffen, was lange Bestand haben sollte. Sie passieren die ehemaligen Munitionsschuppen, die heute umgebaut und bewohnt sind, und befahren Straßen, auf denen damals Gleise lagen, um den Transport der Militärgüter zu gewährleisten.

 

 

Historie

Reckenfeld ist aus einem ehemaligen Munitionsdepot nach Ende des Ersten Weltkrieges entstanden. Im November 1916 hatte das preußische Kriegsministerium in Berlin entschieden, zwischen dem Max-Klemens-Kanal und der Eisenbahnstrecke Münster-Rheine ein Munitionsdepot für die Zwischenlagerung von Nahkampfmitteln zu errichten. Das Depot erhielt den Namen „Nahkampfmitteldepot Hembergen“. Es bestand aus vier Einzeldepots mit den Bezeichnungen A, B, C und D und einemneungleisigen Abstellbahnhof.

In den vier Einzeldepots wurden insgesamt 208 Schuppen gebaut, 23 Kilometer Normalspurgleise und 33 Kilometer Gräben angelegt sowie mehrere Verwaltungsgebäude errichtet. Zeitweise arbeiteten am Bau des Depots über 1.000 Menschen, auch Kriegsgefangene unterschiedlicher Nationen. Zum Kriegsende 1918 wurde zwar noch Munition eingelagert, jedoch hat Kein Zug mehr das Depot zur Aufrüstung der Westfront verlassen.

Nach dem Ende des Ersten zogen Familien aus den ehemaligen Ostgebieten in das Depot, um hier Arbeit und Wohnraum zu finden. Einige Siedler erwarben die Schuppen und erfüllten sich somit den Wunsch nach Eigentum. Die Schuppen wurden in mühevoller Arbeit zu Wohnhäusern mit Elektrizität und Sanitäranlagen umgebaut. Aus den Eisenbahntrassen wurden die ersten Wege und  Straßen.

So entstand aus einem ehemaligen Munitionsdepot im Laufe der Jahre die lebens- und liebenswerte Siedlung zwischen Greven und Emsdetten.

Termin

nach Absprache

Dauer

1,5 Stunden

Streckenlänge

8,7 Kilometer

Treffpunkt

Haus der Geschichte, Lennestr. 17 in Reckenfeld

 

 

Zum Download:

Straßenplan und Stationen mit Erläuterungen

 

 


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