Die Bebauung der Reckenfelder Ortsmitte: Vereinbarkeit von Qualität und Quantität!

 Zur Einleitung folgende Veröffentlichung der Stadt Greven: https://www.greven.net/ortsmitte-reckenfeld

"Im Januar 2018 beschloss der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt, die Verwaltung zu beauftragen, für die Sportflächen und den Bereich der ehemaligen Hauptschule in der Ortsmitte Reckenfeld einen städtebaulichen Realisierungswettbewerb vorzubereiten. Für die Durchführung des Wettbewerbs wurden 100.000 Euro in den städtischen Haushalt eingestellt. Im März 2018 wurde das Büro Wolters Partner in Coesfeld mit dem Wettbewerbsmanagement beauftragt. Am 18. September waren die Bürgerinnen und Bürger Reckenfelds zu einer öffentlichen Veranstaltung eingeladen, in der sie detailliert über die Ziele des Wettbewerbs und die genauen Abgrenzungen des Planungsgebiets informiert wurden. 

Nach einer europaweiten Ausschreibung des Wettbewerbs sind Mitte Februar 2019 aus einer großen Menge von Bewerbern zehn Planungsbüros ausgelost worden, die neben fünf zuvor gesetzten Büros ihre Vorschläge zur Umgestaltung der Ortsmitte Reckenfeld ausarbeiten durften.
Mitte Mai 2019 entschied das Preisgericht, in dem neben Stadtplanern, Politik und Verwaltung auch Bürgerinnen und Bürger aus Reckenfeld vertreten waren, den ersten Preis im Wettbewerb an den Entwurf des Berliner Büros sophie & hans zu vergeben. Das prämierte Konzept soll die Grundlage sein für das nun anschließende Bebauungsplanverfahren."

 

Der Reckenfelder Bürgerverein sieht sich unserem Ort und den wichtigen Werten, welche auch Grundlage des ausgelobten Architekturwettbewerbs waren, verpflichtet:

  • Erhaltung des Gartenstadtcharakters
  • Schaffung eines ausgeglichenes Verhältnisses zwischen Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern
  • Schaffung einer familienfreundlichen Wohnkultur
  • Berücksichtigung der gewachsenen Wohnstruktur

 

Die Siegervariante fand unter den Reckenfeldern und auch dem ReBüVe breiten Zuspruch. Daher war es zunächst nicht verständlich, warum abweichend eine geänderte Version auf der  Bezirksausschuss für die Ortschaft Reckenfeld (23. Sitzung) durch die Verwaltung vorgestellt wurde. Diese Abweichung wurde vom ReBüVe mit zielgerichteten Fragen kirtisch hinterfragt. Diesem schlossen sich mehrere Politiker an und regten somit die Erstellung eines Erläuterungsberichtes der Verwaltung an.

 

 

Der neue Entwurf bietet wesentlich mehr Wohnraum, was unter Berücksichtigung des aktuellen Wohnungsmarktes prinzipiellzu begrüßen ist. Allerdings wird aus unserer Sicht mit einer zu hohen Verdichtung mit großen Mehrfamilienhäusern der des Gartenstadtcharakter ausgehebelt und ist somit nicht erstrebenswert. Reckenfeld ist ein kleiner Ort und soll sich - insbesondere in der Dorfmitte - sinen grünen Charakter bewahren. Ein weiterer essentieller Kritikpunkt ist aus unserer Sicht die Reduktion von Einfamlienhäusern / Doppelhaushälften, welche insbesondere für junge Familien eine Chance darstellen.

 

Die Zeit nach der Bezirksausschusssitzung nutze der ReBüVe für die Ausarbeitung eigener Lösungsszenarien und die Festigung einer Strategie.

 

Ergebnis war die Ausarbeitung eines ersten Schreibens an die Grevener Politik, welches zum Nachlesen hier zum Download zu finden ist:

 

 

Nach ersten Gesprächen mit der Politik, sowie der Verwaltung und zahlreichen Arbeitskreissitzungen haben wir uns intern auf einen Änderungsvorschlag verständigt.

 

Ergebnis ist das finale Schreiben vom 27.01.2020 an die Grevener Politik und die Verwaltung. Dieses findet hoffentlich eine Berücksichtigung bei der Bezirksausschuss für die Ortschaft Reckenfeld (24. Sitzung) am 30.01.2020:

 

 

Es bleibt somit spannend!

 


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