In der angespannten Zeit der Corona Pandemie muss sich jeder umstellen und seine üblichen Gewohnheiten anpassen. Der Ärger über fehlendes Toilettenpapier, Hefe und Mehl gehört für den Großteil von uns zu den ertragbaren Luxusproblemen. Leider hat nicht jeder das gesegnete Glück einfach in den Supermarkt zu gehen und ggf. höherpreisige Ersatzprodukte kaufen zu können. Viele Reckenfelder sind leider auf die Unterstützung durch der Tafeln angewiesen. Wie sicherlich aus der Presse bekannt ist, hat die Caritas als Träger der Tafeln die Ausgabe vorübergehend eingestellt und somit in Reckenfeld geschlossen. Da die Helfer z.T. der Risikogruppe angehören, ist dies absolut verständlich - dennoch geht dies zu Lasten der Bedürftigen.

Wir als Reckenfelder Bürgerverein sehen uns dem Wohle des Dorfes verpflichtet und wollten hier gerne unterstützen. Hierbei handelt es sich um ein komplexes Thema mit vielen beteiligten Akteuren. In mehreren Telefonkonferenzen zwischen einzelnen Mitgliedern, der Stadt Greven, der Caritas (Träger der Tafeln) sowie unserer Flüchtlingshilfe ist folgendes Konzept erarbeitet worden:

1. Verteilung von Sachspenden
Die Restbestände in der Reckenfelder Tafel wurden vorbildlich durch weitere Sachspenden der evangelischen Kirchengemeinde und dem Matthias Claudius Haus aufgestockt. Dieser Bestand wurde durch unsere Flüchtlingshilfe (mit freiwilligen Flüchtlingen) und Helfer der Tafel kommissioniert. Anfang dieser Woche erfolgte die Verteilung an bekannte Bedürftige. Um auch in Zukunft die Versorgung weiter fortführen zu können, bittet die Schirmherrin Ilja Kryszat um weitere Lebensmittelspenden. Wir würden uns freuen, wenn verpackte und haltbare Lebensmittel gespendet werden. Wichtig dabei ist, dass es sich um Lebensmittel handelt, die nicht gekühlt werden müssen. Diese können ab sofort immer dienstags und donnerstags von 16-17 Uhr an der evangelischen Kirche am Moorweg in Reckenfeld abgeben werden. Es wird gebeten, bei der Abgabe die vorgeschriebenen Schutzvorkehrungen einzuhalten, um alle Beteiligten zu schützen.
Bei Fragen können Sie sich gerne an Ilja Kryszat, 02575-970333 wenden.

2. Verteilung von Lebensmittelgutscheinen
Auch die Stadt Greven hat die Notlage erkannt und möchte hier unterstützen. Grob geplant ist, dass die Stadt Gutscheine für die Bedürftigen ausstellt. Diese Gutscheine mussten verteilt werden, und berechtigten die Bedürftigen zum Bezug von Lebensmitteln bei den hiesigen Unternehmen. Der ReBüVe hat die Verteilung der Gutscheine personell unterstützt.
Das ganze Projekt war spendenbasiert; Stand 01.04. beträgt die Spendensumme schon ca. 3.500,-€.

Die erste Ausgabe der Gutscheine erfolgte am 08.04.2020 im katholischen Pfarrzentrum:

Bedürftige, die der Risikogruppe angehören, oder aus diversen Gründen nicht selber einkaufen gehen können, wurden selbstverständlich auch durch Botengänge, etc. unterstützt.

Der ReBüVe ging bei den Spenden mit gutem Beispiel voran:
- Lebensmittel im Wert von 100,- € wurden Ilja Kryszat zur Verfügung gestellt
- 150,- € Geldspenden wurden der Stadt auf das Spendenkonto der Stadt Greven als Soforthilfe überwiesen

 

Glücklicherweise öffnete die Tafel zum Stichtag 27.05.2020 wieder, sodass die Gutschein Aktion eingestellt wurde. Dennoch wurde hierdurch deutlich, dass wir Reckenfelder auch in schwierigen Zeiten solidarisch füreinander da sind!

 

 

 

 


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